Freiwillige Feuerwehr Mörbisch/See

GESCHICHTE

NOTRUF 122

1862

In Österreich brachte das Reichsgemeindegesetz des Jahres 1862 die Voraussetzung zur Gründung von Feuerwehrvereinen. 

1888

Die polizeiliche Regierungsverordnung von 1888 beschleunigte die Gründung unserer Feuerwehren, sie verpflichtete alle Gemeinden zur Gründung einer freiwilligen oder, wo dies nicht möglich war, zu einer Pflichtfeuerwehr.

1891

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Mörbisch am See.  (damals Österreichische Turnwehr - Mörbisch am See)

Aus dem Einschreibbuch vom Verein geht hervor, dass im Bezirk Sopron die Statuten der Feurewehr Mörbisch unter der Zahl 110337891 aus 1891 eingetragen wurden. Sie wurden vom königlich ungarischen Innenministerium in Budapest im Juli 1891 bestätigt

1921-1923

Abtrennungen der drei westlichen Grenzkomitate Wieselburg, Ödenburg und Eisenburg entstand Österreichs neues Bundesland. 

Der Landesfeuerwehrverband Burgenland wird gegründet. 

1931

Anschaffung einer Motorspritze samt Karren (noch heute im Besitz der Feuerwehr)

1935

Feuerwehrhausbau in der Dr. Wurditschgasse

1938-1945

Durch die Kriegswirren im Jahr 1945 verbrannten oder verschwanden aus dem Stadtarchiv von Sopron die Aufzeichnungen über die Gründung und Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Mörbisch am See bis 1899.

Erst ab 1899 sind Protokollbücher vorhanden.

1950

Fahnenweihe

1961

Kauf eines Fahrzeuges, Ford Transit

1966

Kauf eines TSA (Tragkraftspritzenanhänger) mit TS (Pumpe) und Schmutzwasserpumpen

1979

Ankauf des Tanklöschfahrzeuges (TLF 1000), Mercedes sowie Atemschutzgeräte

1980

Kauf eines Motorbootes, 115 PS Außenbordmotor. Anschaffung von Funkgeräten

Bau der Bootsgarage

1982

Bau des neuen Feuerwehrhauses in der Raiffeisenstraße

1984

Anschaffung eines fahrbaren Pulverlöschers P 50

1991

Gründung der Feuerwehrjugend mit 13 Mitgliedern

Inbetriebnahme der landesweiten Funksirenensteuerung (Notruf 122)

Bezirkswettkämpfe in Mörbisch

Festivität zur 100 Jahrfeier FF Mörbisch am See

1995

Ankauf einer TS 12 (Tragkraftspritze), Rosenbauer FOX

1998

Zukauf des Rüstlöschfahrzeug - Allrad (RLFA 2000)

2002

Sanierung des Feuerwehrhauses (Dacheindeckung und Überdachung des Eingangsbereiches)

2003

Ankauf eines Manschaftstransportfahrzeugs (MTF), Opel

Ankauf eines neuen Arbeitsbootes (Lieferung 2004)

2016

Bau und Segnung des neuen Bootshauses

2017

Anschaffung eines Kommandantenfahrzeuges (KDTF)

2019

Zubau eines Bürocontainers um dem Platzmangel im Feuerwehrhaus zu kompensieren.

2020

Zukauf des Löschfahrzeug-Allrad (LFA)

2023

Ernennung der Freiwilligen Feuerwehr Mörbisch zur Stützpunktfeuerwehr für Wald -und Vegetationsbrandbekämpfung (VBB-U)

Einsätze fernab der Gemeindegrenzen

Die Freiwillige Feuerwehr Mörbisch am See geht Ihren Feuer -und Gefahrenpolizeilichen Tätigkeiten nicht nur auf Mörbischer-Boden nach. So zählen “Nachbarschaftshilfen”, sowie Übungen und Einsätze auf Abschnitts -und Bezirksebene zu den Aufgaben jene sich unsere KameradInnen stellen müssen. Jene Tätigkeiten die auch diese Grenzen überschreiten, stellen daher eine besondere Herausforderung dar.

Großbrand Kroisbach 1894

Als die Österreichische Staatsgrenze noch nicht zwischen Kroisbach und Mörbisch verlief waren sich die Nachbargemeinden sehr nah. So eilten die noch jungen Feuerwehren Rust und Mörbisch nach Kroisbach um bei der Bekämpfung eines Großbrandes zu helfen.

Bei diesem geschehen fielen viele Pflüge und Wägen den Flammen zum Opfer. Auch ein 2 jähriges Kind kam dabei ums Leben.

Bild: Karte von Kroisbach ca. 1855

Schilfbrand 1984

Im Jänner brannten laut Burgenländischer Freiheit rund 10 Quadratkilometer an Schilf ab.

Das Feuer breitete sich von Oggau bis nach Neusiedel aus.

Durch die guten Wetterbedingungen wurden größere Schäden vermieden.

Hochwasser Kamptal 2002

Am 8. August kam es im Kamptal zu einer nächtlichen Flutwelle. Der Fluss erreichte bei Stiefern (Bezirk Krems) einen Wasserstand von 6,80 Meter. Die Bezirke Gmünd, Horn, Waidhofen an der Thaya, Krems und Tulln traf eine Naturkatastrophe enormen Ausmaßes.

Menschen wurden in ihren Häusern eingeschlossen und mussten mit Hubschraubern oder Booten geborgen werden. Knapp 11.000 Personen wurden in Sicherheit gebracht und in Notquartieren versorgt. Auch Tiere wurden gerettet, lecke Öltanks machten zahlreiche Umwelteinsätze notwendig.

Ab dem 15. August begann ein langsames Aufatmen – die Pegel fielen.

Zurück blieben im Land 20.000 Tonnen Sperrmüll, 3.000 kaputte Kühlgeräte, zerstörte Straßen und Dämme, Schäden in der Infrastruktur und Landwirtschaft sowie verwüstete Häuser – in Summe entstanden Schäden in der Höhe von 680 Millionen Euro.

Auch die Feuerwehr Mörbisch war, im Zuge eines Katastrophenhilsdienstes, vor Ort um der Bevölkerung zu helfen.

Fertörakos 2017

 Am 28.06.2017 um 10:37 Uhr begann einer der größten Einsätze der Wasserdienstfeuerwehren des Neusiedlersees der letzten Jahre.
Der Kommandant der FF-Mörbisch/See war von einer Privatperson davon informiert worden, dass es im Bereich des Schilfgürtels zwischen Mörbisch und Fertörakos zu einem Brand gekommen war.
 
Dieser veranlasste umgehend die Alarmierung der FF-Mörbisch/See, kurz darauf rückte die Feuerwehr mit MTF,RLF-A 2000 und dem Einsatzboot aus.
Bereits beim Verlassen des Feuerwehrhauses konnte eine sehr große, schwarze Rauchwolke wahrgenommen werden, woraufhin die Boote der Feuerwehren Rust und Oggau über die LSZ Burgenland nachalarmiert wurden.
 
Bei einer Erkundungsfahrt wurde festgestellt, dass sich der Brand im Bereich der Schilfhütten im Hafen von Fertörakos (Ungarn) befindet.
Beim Eintreffen der FF-Mörbisch/See waren bereits ungarische Feuerwehrkollegen mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Zu diesem Zeitpunkt war eine Hütte bereits völlig abgebrannt, zwei weitere standen in Vollbrand.
 
Es wurde zusammen mit den ungarischen Kollegen umgehend ein massiver Löschangriff von der Wasser- und der Landseite vorgenommen, und versucht eine Riegelstellung zwischen den Hütten aufzubauen.
Die Löscharbeiten wurden durch den sehr starken Wind (ca. 60-70 km/h), sowie immer wieder explodierenden Gasflaschen erschwert.
 
In weiterer Folge wurden Einsatzkräfte aus Ungarn, sowie die Wasserdienstwehren Purbach und Neusiedl nachalarmiert.
Auf dem Landweg wurden die Feuerwehren Oslip,Trausdorf,Donnerskirchen,Siegendorf,Schützen und St. Georgen mit Tragkraftspritzen und Atemschutzgeräteträgern nachalarmiert.
Insgesamt waren aus dem Burgenland 5 Einsatzboote, 17 Einsatzfahrzeuge, 9 Tragkraftspritzen und rund 110 Feuerwehrmitglieder im Einsatz.
Letztendlich sind 10 Seehütten durch den Brand völlig zerstört worden, ungefähr die gleiche Anzahl konnte vor den Flammen gerettet werden.
 
Um 19:30 Uhr konnte sich die letzte burgenländische Feuerwehr bei der Landessicherheitszentrale einsatzbereit melden.

Kroatien 2021

Nach 5 anstrengenden Tagen wurde die Spendenaktion für die Erdbebenopfer in Kroatien beendet. Alle Spenden wurden sortiert, neu verpackt und verladen.
 
Es wurde eine schier unglaubliche Menge an Sachspenden zur Verfügung gestellt. Alleine in Mörbisch wurden fast 10 Paletten an Lebensmittel, Hygienartikel, Decken und Heizstrahlern gespendet.
 
Am darauffolgenden Morgen wurden alle Spenden der anderen Ortschaften in Siegendorf gesammelt und verladen, danach wurden die Feuerwehrmitglieder einem COVID-Test unterzogen.
 
In der Nacht von Samstag auf Sonntag bracht der Konvoi Richtung Kroatien auf.
Von der Feuerwehr Mörbisch nahmen 6 Feuerwehrmitglieder mit 2 Fahrzeugen (KDTF und dem  LFA) daran teil. Das LFA ist für solch logistische Aufgaben perfekt geeignet und hat sich im Einsatz als verlässliches neues Gerät der Feuerwehr Mörbisch erwiesen.

Spendensammlung Ukraine 2022

Am 5.März 2022 wurden von 10-12 Uhr landesweit in fast allen Feuerwehrhäusern Sachspenden entgegengenommen. Auch in Mörbisch konnten Sachspenden im Feuerwehrhaus abgegeben werden.

Aktive -sowie Feuerwehrjugendmitglieder haben gemeinsam die Spenden der Ortsbevölkerung entgegengenommen, verpackt, verladen und zur Bezirkssammelstelle der Feuerwehr gebracht.

Hochwasser 2024

Im Jahr 2024 kam es zu schweren Umwettern welche in mehreren Bezirken im Burgenland zu schweren Schäden sowie Gefahren führte. Die Feuerwehr Mörbisch war diesbezüglich 2 mal teil eines KHD Zuges sowie einmal in der eigenen Heimat unterwegs.

KHD-Einsatz im Bezirk OW, Juni
Zwei KHD-Züge (Katastrophen-Hilfs-Dienst) aus den Bezirken EU/E zur Unterstützung der Aufräumarbeiten nach den schweren Unwettern im Bezirk OW ausgerückt.
Auch unsere Feuerwehr war Teil dieses Zuges.
Die örtlichen Einsatzkräfte wurden mit Pumpen, Schlauchmaterial, Schanzwerkzeug und Stromerzeugern unterstützt.
Insgesamt standen ca. 120 Feuerwehrmitglieder mit ca. 20 Einsatzfahrzeugen aus den Bezirken EU/E im Einsatz.
 
 
Umwettereinsatz – Mörbisch, September
Beseitigung von Sturmschäden
Der anhaltende Dauerregen und starke Sturm haben auch für zahlreiche Einsätze der FF-Mörbisch/See gesorgt.
Bereits um 04:14 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem umgestürzten Baum der eine Strasse blockierte alarmiert. In weiterer Folge mussten bis in die Nachtstunden 15 Einsatzadressen abgearbeitet werden. Dabei wurden ca. 20 Bäume umgeschnitten, bzw. bereits umgestürzte Bäume von Verkehrsflächen, Zäunen und Gebäuden entfernt.
 
 
KHD-Bezirk Neusiedl, September
Der Bezirksführungsstab Neusiedl am See forderte Unterstützung aus unserem Bezirk an. Aufgrund des anhaltend hohen Wasserstands der Leitha drohten Dämme zu brechen und unter anderem die Kläranlage in Nickelsdorf zu überfluten. Um dies zu verhindern, wurde gegen 15:00 Uhr Unterstützung angefordert. Innerhalb kürzester Zeit wurden seitens unseres Bezirksführungsstabs die Feuerwehren kontaktiert, und nach nur einer Stunde, gegen 16:00 Uhr, rückten über 50 Feuerwehrmitglieder mit 11 Fahrzeugen in Richtung Nickelsdorf ab.
Nach mehreren Stunden und tausenden Sandsäcken war unser Auftrag erfüllt, und wir konnten müde aber zufrieden wieder einrücken.

Tradition

 Unsere Feuerwehr ist weit mehr als nur eine Einsatzorganisation – sie ist ein fester Bestandteil des gemeinschaftlichen Lebens in unserem Ort. Seit ihrer Gründung steht sie für Zusammenhalt, Engagement und gelebte Kameradschaft.

Diese Werte spiegeln sich nicht nur im täglichen Dienst und in der Einsatzbereitschaft wieder, sondern auch in unseren traditionellen Veranstaltungen und festlichen Anlässen.

Ob bei offiziellen Festakten, Jubiläen, Fahnenweihen oder Gedenkfeiern – wir pflegen unsere Traditionen mit Stolz und verbinden sie mit dem heutigen Zeitgeist. Solche Veranstaltungen sind Ausdruck unserer tiefen Verbundenheit zu unserer Heimatgemeinde und ihrer Geschichte.

Sie bieten Gelegenheit, das Ehrenamt sichtbar zu machen, Dank und Anerkennung auszusprechen und die Verbindung zwischen Feuerwehr, Bürgerinnen und Bürgern sowie den örtlichen Vereinen zu stärken.

Durch diese gelebten Bräuche und Feste bleibt unsere Feuerwehr nicht nur ein Garant für Sicherheit, sondern auch ein wichtiger Träger des gesellschaftlichen Lebens in unserem Ort.

Vergangenes bewahren, Gemeinschaft fördern und Zukunft gestalten – dafür stehen wir mit Leidenschaft und Überzeugung.

Gerne teilen wir diese Momente mit Ihnen und Laden Sie ein, bei jährlichen Veranstaltungen und Festakten Gast zu sein

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